Oper : Opernroman. Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe

Opernroman. Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe

EUR 13,49


Nicht nur für Opernfreunde - aber auch! - Petra Morsbach gehört schon lange nicht mehr zu den sogenannten Geheimtipps. Auch im vorliegenden Roman geht es um Musik, aber vor allem um die Geschichten hinter dem Vorhang eines Opernhauses. Hiervon versteht Morsbach aus eigener Erfahrung sehr viel, viele Jahre war sie als Dramaturgin und Regisseurin an verschiedenen Bühnen tätig und das spürt man in jedem Satz. Ihre Erzählweise ist ungemein erfrischend mit einem lakonischen Unterton und geprägt von einem herrlichen Mutterwitz. Dabei geht es auch in diesem Roman nicht immer lustig zu, doch das ist gerade an ihrem Schreibstil zu bewundern. Die richtigen Formulierungen fallen scheinbar wie Blätter vom Baum und treffen immer den richtigen Ton oder die Stimmung, die für die Geschichte wichtig ist. Wer kann heute noch in Deutscher Sprache mit so viel Leichtigkeit zwischenmenschliche Tragödien beschreiben und dabei nicht überdrehen oder sogar albern werden. Sie ist die geborene Erzählerin, ohne jede Anstrengung wechselt sie die Szenen von urkomisch zu tragisch und alle Figuren erhalten ein unverwechselbares Profil. Es ist wirklich nicht nach zu voll ziehen, dass ihre Romane nicht alle in den Bestseller Listen auftauchen. Wie schön kann Literatur sein!

Die Oper als Tollhaus der Gefühle - Die Oper als Tollhaus der Gefühle zelebriert Petra Morsbach unter Zuhilfenahme all jener Zutaten, die Liebhaber glamourös-intriganter Chaosgeschichten lieben. Selbstverständlich ist es die Liebe, die die Diva ebenso verwirrt, wie den Startenor und nicht umsonst findet die Autorin bei Tristan und Isolde.Ein herrlicher Lesespaß nicht nur für Opernfans!!

Nicht nur für Opernfans - Ein toller Roman, der in nüchterner, einfacher Sprache Szenen aus dem Leben verschiedener KünstlerInnen eines mittelmäßigen Opernhauses portraitiert. Dieses Leben bewegt sich zwischen Ambition, harter Arbeit, Demütigungen und Rückschlägen, Hoffnung, geplatzten und aufrecht erhaltenen Träumen, Desillusionierung und selten mal großen Momenten auf der Bühne. Was die Künstler antreibt, warum sie für all das ihr Privatleben und ihre psychische und körperliche Gesundheit zu opfern bereit sind, beschreibt der Roman in knappem, treffsicheren Ton. Gerade die distanzierte, scheinbar teilnahmslose Sprache ermöglicht eine Schonungslosigkeit der Darstellung, die teilweise erschütternd ist. Der Autorin gelingt es so zu zeigen, wie sich hinter der Bühne lauter kleine Dramen abspielen, die irgendwie banal, aber gerade in ihrer Banalität tieftraurig und anrührend sind. Das ist wirklich packend, auch wenn man mit Oper ansonsten nichts am Hute hat.

Abgründe dort, wo man sie am wenigsten erwartet - Als Opernregisseurin weiß Petra Morsbach, worüber sie so unterhaltsam schreibt. Wer sich gut unterhält, wenn Maria Gresz im SPIEGEL-TV die Deutschen demontiert, wird sich auch beim Opernroman bestens amüsieren. Die Menschen sind so furchtbar, man muss sie einfach lieb haben. Jeder andere Autor würde im Zynismus versumpfen, Morsbachs Beaobachtungen sind jedoch so klar und unterhaltsam, dass einem nicht so schlecht wird, wie es einem in Anbetracht der menschlichen Abgründe werden sollte. Richtig guter Stoff, hochgradig unterhaltsam, wirklichkeitsnah und, ja, komisch.

Blicke hinter die Kulissen - Ein Roman über den Mikrokosmos eines Operhauses. Wir sind in der deutschen Provinz, in Neustadt, im Dreispartentheater gibt es in dieser Saison „Tristan, den „Figaro , „Fidelio und die „Fledermaus. Als Leserin und Leser erfährt man auch einiges über diese Werke, mehr aber über all die Hintergründe. In dieser speziellen künstlichen Kunstwelt menschelt es. Jan, der 32jährige schwule HIV-infiszierte Repetitor, der so gerne richtiger Dirigent wäre. Helmut Glitter, der aufstrebende Regisseur, der erstmals eine Oper inszenieren kann. Margaret Tales, genannt Peggy, schafft dank einer phänomenalen Isolde den Sprung in die Hauptstadt.Drei Schicksale von unzähligen! Petra Morsbach arbeitet lange Zeit an einem Opernhaus, sie kennt also diese spezielle Welt. Sie versteht es, hinter die Kulissen zu leuchten. Dass sie dabei teilweise überzeichnet, auch karikiert, macht die Lektüre süffig und amüsant.Zu empfehlen allen, die Opern lieben und gerne einmal wissen möchten, was alles passiert hinter den Vorhängen.




Opernroman. Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe