
Though I m living in the Middle East, in the Gulf region, I admire Placido Domingo and Montserrat Caballe! - Meine arabischen Bekannten und Freunde sind auch hellauf begeistert von Montserrat Caballe und von Placido Domingo! - Ich arbeite und lebe in der Region am Persischen Golf in Muscat/Oman, an der früheren Weihrauchstrasse. Und ich bin geschäftlich viel unterwegs nach Riyadh und Jeddah/ Saudi Arabien, Dubai und Abu Dhabi in den Ver. Arab. Emiraten, Quatar und Bahrain, Kuwait, ...und in den anderen Ländern des Middle East. Mit meinen arabischen Bekannten unterhalte ich mich sehr gerne über erstklassige Künstler/-innen der arabischen und der westlichen Musikkultur. ........MONTSERRAT CABALLE - ein Portrait:Auch ein Journalist kann irren. Mozart haben sie nicht so oft gesungen?, fragte der Klassikspezialist Thomas Voigt in einem Interview. Montserrat Caballé lächelte und antwortete mit einem schelmischen Blitzen in den Augen: Nein, nicht oft. Nur 300 Mal! Am 12. April nun feiert die spanische Primadonna, die zu den faszinierendsten Sängerinnen und erfolgreichsten Stimmkünstlerinnen der vergangenen Jahrzehnte gehört, ihren 75. Geburtstag. Zum Jubiläum haben die Programmverantwortlichen der Philharmonie Essen keine Mühen gescheut, um die katalanische Sopranistin zu einem Geburtstagsabend auf die Bühne ihres Hauses zu holen. KlassikAkzente präsentiert dazu noch einmal Ein zärtliches Gefühl, das besondere Künster-Porträt von Montserrat Caballé.Am Sonntag, 20. April 2008, trat Montserrat Caballe auf in Essen/ Ruhrgebiet. Sie gab sich die Ehre mit Arien von Puccini, Massenet, Cherubini und Leoncavallo und sie hat mit der Nordwestdeutschen Philharmonie unter der Leitung von José Collado ein ausgezeichnetes und opernerfahrenes Orchester an ihrer Seite. Das ist große und zugleich populäre Kunst, ein Abend, den kein Opernliebhaber versäumen sollte.Ihre Wurzeln hat Montserrat Caballé nie vergessen. Geboren 1933 in Barcelona in eine arme Arbeiterfamilie, aufgewachsen als Katalanin im Spanischen Bürgerkrieg und unter der Franco-Diktatur, schaffte sie den Sprung aus der scheinbar vorgegebenen Biografie heraus, indem sie sich auf die Kunst konzentrierte, zunächst am Liceo in ihrer Heimatstadt, dann am Konservatorium in Mailand. Begabt wie Caballé war, dauerte es nicht lange, bis sie 1956 am Stadttheater in Basel debütierte und von dort aus ihre Weltkarriere startete.Es gehörte viel Glück, Ehrgeiz und Können dazu, aber eben auch das Bewusstsein, sich niemals vom Ruhm verführen zu lassen: Im täglichen Leben sind wir Sänger Arbeiter: Menschen, die das Glück haben, mit ihrer Arbeit sich selbst und anderen eine Freude zu machen, erzählt sie im Booklet zu Ein zärtliches Gefühl von ihrer künstlerischen Haltung. Es hat keinen Sinn, außerhalb der Bühne die Primadonna zu spielen, und ich versuche, wo immer es geht, Streit zu vermeiden. Ich bemühe mich, immer positiv zu denken. Wenn man aggressiv ist, wird man eines Tages davon aufgefressen - jede Aggression kommt zurück wie ein Bumerang. Genauso ist es umgekehrt: Alles Positive, das wir ausstrahlen, kommt zu uns zurück. Daran sollten wir denken, wann immer wir auf der Bühne stehen, es ist unsere Aufgabe, den Zuhörern etwas zu bieten, das sie von Stress und Angst befreit, das Frieden in ihre Seele bringt. Denn schließlich geht es um Kunst, um Schönheit, um Genuss.Montserrat Caballé ist eine Potentatin der großen Empfindung und das ist ihr möglich, weil sie über ihre temperamentvolle Persönlichkeit hinaus entwaffnende Musikalität und eine verblüffende Technik bieten kann. Ihre Kollegin Birgit Nilsson, selbst eine große Stimme ihrer Generation, bemerkte einmal voller Erstaunen, dass es so schiene, als ob die Katalanin niemals atmen müsse. Und tatsächlich ist es genau dieser lange Atem, der ihr von Anfang an die Freiheit gab, zu singen, was ihr beliebt. Im Laufe eines halben Jahrhunderts war da eine Menge Unterschiedliches dabei. Mozart, vor allem in den frühen Jahren, das große französische Repertoire von Gounod über Bizet bis Charpentier und Massenet zum Beispiel.Aber auch Belcanto war ihr nicht fremd, da sie nicht nur das lyrische, sondern auch den Link zum dramatischen Fach beherrscht.So finden sich auf Ein zärtliches Gefühl Arien von Rossini, Bellini, Donizetti, darüber hinaus aber auch Arien von Verdi, Puccini, Poncielli und Giordano. An Caballés Seite standen bei diesen überwiegend in den siebziger Jahren aufgenommenen Klassikern Kolleginnen wie Joan Sutherland, Janet Baker und Kollegen wie Luciano Pavarotti, José Carreras und Plácido Domingo, wiederum gerahmt von den großen Orchestern der Opernwelt unter der Leitung von Pultkoryphäen wie Zubin Mehta, Sir Colin Davis, James Levine und Riccardo Chailly. Das ist große Kunst mit reichlich Leben - wie man es von einer wahren Primadonna erwartet.
Rundum gelungen - Diese Aufnahme ist so gut wie perfekt. Muti dirigiert in Hochform und das SängerInnensemble ist schlicht hervorragend. Piero Capuccilli singt den rachsüchtigen Amonasro ebenso glaubwürdig wie Nicolai Ghiaurov den mordlüsternen Oberpriester. Montserrat Caballe und ein jugendlicher Placido Domingo harmonieren wunderbar als Aida und Radames - das finale O terra addio ist an Innigkeit nicht mehr zu übertreffen.Grandios auch Fiorenza Cossotto, die als Amneris als einzige Person eine Charakteränderung durchlebt. Wie diese Sängerin die jeweilige psychische Verfassung ihrer Rolle stimmlich umsetzt ist unglaublich.
Mein Klassiker - Die vorliegende Aufnahme ist eine durch und durch gelungene Einspielung auf höchster künstlerischem Niveau. Die Besetzung dieses Monumentalwerks Verdis ist bis in die Nebenrollen hervorragend. Plácido Domingo überzeugt als Radamès genauso wie Monserrat Caballè in der Titelpartie. Fiorenza Cossotto gibt eine brilliante Amneris, deren Eifersucht - wie im Duett Amneris/Aida (1. Szene des 2. Akts) - wahrlich unter die Haut geht. Das Auf und Ab der Gefühle und der Leidenschaft im 3. Akt faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Die Hin- und Hergerissenheit der Aida zwischen Heimat, Vater und Geliebtem, dem es nicht anders geht und der letztlich von Aida zur Flucht überredet wird, zieht den Zuhörer unweigerlich in ihren Bann. Ebenso beeindruckend sind die Szenen des 4. Akts, der mit dem berühmten O terra addio einen grandiosen und zugleich einfühlsamen, wenn auch - wie in Opern oft üblich - tödlichen Schluss erhält.
Die beste Opern-CD, die ich kenne - Diese Aufnahme von Aida ist ein seltener Glücksfall. Sänger, Chor, Orchester, Dirigent und Aufnahmequalität sind optimal. Besser geht es einfach nicht.