Oper : Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte (Opern-Gesamtaufnahme) (2 CD)

Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte (Opern-Gesamtaufnahme) (2 CD)

EUR 15,40

  1. Ouvertüre
  2. Zu Hilfe! zu Hilfe!
  3. Wo bin ich?
  4. Der Vogelfänger bin ich ja
  5. He! Du da!
  6. Dies Bildnis ist bezaubernd schön
  7. Rüste dich mit Mut und Standhaftigkeit
  8. O zittre nicht, mein lieber Sohn! - Zum Leiden bin ich auserkoren
  9. War das Wirklichkeit, was ich sah?
  10. Hm, hm, hm
  11. Du feines Täubchen, nur herein!
  12. Bin ich nicht ein Narr
  13. Bei Männern, welche Liebe fühlen
  14. Zum Ziele führt dich diese Bahn
  15. Wie stark ist nicht dein Zauberton
  16. Schnelle Füße, rascher Mut - Das klinget so herrlich
  17. Es lebe Sarastro

Karl Böhms 1964 entstandene Aufnahme der Zauberflöte zählt zu den zeitlosen Klassikern unter den Opernaufnahmen. Einer der Gründe dafür ist ihre prominente Sängerbesetzung, allen voran der früh verstorbene Tenor Fritz Wunderlich, zu dessen Paraderollen der Tamino gehörte. Er meistert die gefürchtete Arie Dies Bildnis ist bezaubernd schön mit unübertroffener Ausdrucksstärke und höchstem technischen Können. Dietrich Fischer-Dieskau, der den Papageno niemals auf der Bühne, sondern nur zweimal im Tonstudio gesungen hat, gibt sich auch weniger professoral als gewohnt und verkörpert den Vogelmenschen mit viel Humor, ohne gleichzeitig ein Psychogramm von ihm abzuliefern. Franz Crass, dessen sängerische Karriere durch eine mißlungene Operation früh zu Ende ging, interpretiert die beiden Sarastro-Arien mit einer wohlklingenden, warmen Baßstimme, die bis heute ihresgleichen sucht. Ähnlich erfreulich sind die sängerischen Leistungen von Roberta Peters (Königin der Nacht) und Evelyn Lear (Pamina), um nur noch zwei weitere Mitglieder des hervorragenden Ensembles zu nennen. Weiterhin zeichnet auch die Qualität des Ensemblegesangs die Aufnahme aus, zu hören etwa in dem berühmten Quintett, in welchem Papageno, zunächst mit einem Schloß am Mund zum Summen gezwungen, versprechen muß, in Zukunft nicht mehr zu lügen. Der Librettist Emanuel Schikaneder nutzte die Ermahnung Papagenos zu allgemeinen moralischen Sentenzen über Lieb und Bruderbund, und in dieser ergreifend musizierten Interpretation vermittelt sich dem Hörer ein kleines Stück heile Welt. --Michael Wersin

klasse - Es gibt einige Gründe, diese Aufnahme zu besitzen.1.) Fritz Wunderlich. Sein Tamino ist wirklich überzeugend. Ich habe gelesen, dass Karl Böhm das Tempo der Bildnisarie extra langsamer genommen haben soll als normal. Wohl mit der Begründung, dass Fritz Wunderlich als damals berühmter Tamino keine Routineleistung abliefern sollte. Dies langsamere Tempo fällt mir nicht auf. Im Gegenteil: Ich finde es in dieser Aufnahme sogar passend. Fritz Wunderlich fügt sich hervorragend in das langsame Tempo ein. Gesangstechnische Schwierigkeiten sind nicht festzustellen.2.) Hans Hotter. Seinen Sprecher finde ich weltklasse. Er gestaltet ihn so, wie er sein sollte: nicht aufgesetzt, sondern weise. Und auch entschlossen.3.)Franz Crass. Er hat einen schönen Bass. Für die Partie des Sarastro passt sie sehr gut. Auch finde ich, dass Franz Crass in der Partie des Sarastro Strenge und Güte gut vereint.4.) Dietrich Fischer - Dieskau. Ich finde, dass er den Papageno lebendig gestaltet. Wie seine Kollegen zeichnet ihn eine deutliche Aussprache und eine gute Stimmführung aus.5.) James King und Martti Talvela. Hier schreibe ich nur: die beiden besten Geharnischten, die ich kenne.6.)Berliner Philharmoniker und Karl Böhm. Die Berliner Philharmoniker spielen unter dem oft grantigen Grazer Dr. Karl Böhm einen sehr schönen Mozart. Die Solisten und der Chor werden von ihnen hervorragend begleitet.Dies sind die Gründe, die für diese Aufnahme sprechen.

Wunderlichs Tamino ...und mehr - Dies ist die legendäre spätere Böhm-Zauberflöte. Sie gilt vielen als der goldenen Querschnitt-nicht ganz zu Unrecht.Böhm wählt mit den Berliner Philharmonikern einen breiten, getragenen Klang, was zum Gesamtkonzept seiner Interpretation passt, zu einigen Szenen und Passagen aber besser als zu anderen.Wunderlich gibt hier den Jahrhundert-Tamino(er allein rechtfertigt die Referenzstellung der Aufnahme). Selbst die vereinzelten Kritiker die seine Interpretation zu wenig jugendlich-zurückhaltend finden oder ein dickes Ritardando am Ende der fantastisch gesungenen Bildnisarie beklagen, müssen zugeben, dass der zwei Jahre nach dieser Aufnahme tödlich verunglückte Ausnahmesänger eine so einzigartig schöne Darstellung gibt, voller Strahlkraft, endlosem Atem ohne die geringste spürbare Anstrengung, überragender Technik, und herrlichem, klarem, fliessendem Ton, dass man von einer unwiederholbaren Sternstunde des Gesangs sprechen darf.Lear und Peters als Pamina und sternflammende Königin sind sicher nicht die bestmöglichen Besetzungen, aber annehmbar(zum Vergleich die Janowitz und die Popp in der fast zeitgleich entstandenen Klemperereinspielung mit viel schöneren Stimmen und besseren, glaubwürdigeren Charakteren).Das Rollenportait des Papageno Fischer-Dieskaus ist hier spielfreudiger als bei Fricsay zuvor. Dennoch bleibt sein Vogelfänger eine Geschmacksfrage.Neben Wunderlichs Tamino bietet diese Aufnahme allerdings noch einige unwiederholbare und einnehmende Glanztaten, die Kauf nahelegen.Die mystische Sprecherszene mit dem grandiosen Hans Hotter, dem jenerzeit erfahrenen Wotan, gelingt hier weihevoll und sehr eindringlich und ist besser kaum darstellbar.Franz Crass singt einen besonders schönen Sarastro mit sonorem Ton und herrlich geführter Linie und überragend sind die Geharnischten James King und Martti Talvela, die hier das breite Tempo des Böhm`schen Dirigats voll tönend und mit grosser Wirkung auszufüllen vermögen.Als Gesamtaufnahme eine Spitzenklasse und neben der Klempereraufnahme aus dem selben Jahr und der völlig anders gestalteten Östmaneinspielung wärmstens zu empfehlen.

Wie stark ist nicht dein Zauberton - Bei ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1964 hat diese erste Stereo-Aufnahme der DGG von Mozarts Zauberflöte recht unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Sie reichten von grenzenlosem Enthusiasmus bis zu einer gewissen Ratlosigkeit. Letztere bezog sich in erster Linie auf die Besetzung des Papageno mit Dietrich Fischer-Dieskau, in dem viele Kritiker mehr einen preußischen Gelehrten oder abgeklärten Intellektuellen als einen Wiener Naturburschen ausmachen wollten. Zweiter Streitpunkt war die Amerikanerin Roberta Peters als Königin der Nacht. Deren Stimme wurde weitgehend als zu leicht und zu wenig flexibel für diese Rolle bezeichnet. Es mag sein, daß Hermann Prey mit seinem unproblematischen Naturell dem Papageno besser entsprochen hat, rein gesanglich ist ihm nach meinem Empfinden Fischer-Dieskau doch um eine Ecke voraus. Ich habe auch nicht den Eindruck, daß er zu intellektuell an die Rolle herangeht, im Gegenteil, er gibt ihr ein ganz eigenes, neues Profil. Roberta Peters schließlich, bekannt bei uns u.a. als Gilda in dem Perlea-Rigoletto (RCA) mit Jussi Björling oder als Rosina aus Leinsdorfs berühmten Rossini-Barbier (ebenfalls RCA), gefällt mir ausgezeichnet. Sie meistert die Koloraturen in den schwierigen Arien mit Bravour. Pluspunkt schlechthin ist natürlich Fritz Wunderlich als Tamino, wie er die etwas undankbare Rolle gestaltet und singt, das hat Format und bleibt einmalig. Nie ist die Partie hinreißender und rollendeckender dargestellt worden. Seine Tamina, Evelyn Lear, singt gut und anrührend, allerdings vermißt man hier ein wenig Gundula Janowitz, die sicher die idealere Partnerin gewesen wäre. Hervorzuheben ist Hans Hotter als Sprecher, er bringt allen Ernst und alle Würde für diese Rolle mit. Der Sarastro, Franz Crass, verdient ein ganz besonderes Lob für seine sonore, aber nie langweilige Darstellung. Selten ist diese etwas statische Partie so tonschön gesungen und auch überzeugend gestaltet worden. Am Monostatos des Friedrich Lenz gibt es nichts auszusetzen. Besondere Freude macht schlußendlich Lisa Otto als Papagena. Schade, daß man dieser liebenswerten Sängerin so selten eine Chance auf Schallplatten geboten hat. Der RIAS-Kammerchor bleibt seinem Ruf nichts schuldig, und Karl Böhm führt die Berliner Philharmoniker souverän und mit hohem Sachverstand durch die herrliche Partitur. Nicht zu Unrecht galt er als Mozart-Papst seiner Zeit. Die klangliche Realisation läßt keine Wünsche offen. Der Klang des Orchesters wurde wunderbar eingefangen, alle Instrumentengruppen kommen klar und unverfälscht heraus, und das Glockenspiel ist reinste Verzauberung. Neben Fricsay und Klemperer wird Karl Böhms Aufnahme ihren gebührenden Ehrenplatz behaupten.Die schöne Ausgabe enthält auch das vollständige Libretto sowie eine interessante Textbeilage.

Die Zauberflöte von Mozart ,Karl Böhm , Fritz Wunderlich - Diese Zauberflöte ist wirklich Wunderlich und für mich die Top Aufnahme die es je gegeben hat. Wenn eine Zauberflöte in die CD Sammlung dann muß es diese sein.

Der Star der Aufnahme mit 10 Sternen: Fritz Wunderlich... - Fritz Wunderlich ist die eindeutig überragende Stimme dieser Aufnahme. Alle anderen stehen z.T. weit hinter seiner Ausdrucksstärke zurück. Vier Sterne haben noch verdient: Tamino und Sarastro, ansonsten eher durchschnittlich. Karl Böhm scheint die Spielfreude des Orchesters auszubremsen, dies ist deutlich hörbar. Hier hätte mehr Schwung der Interpretation sehr gut getan. Schade eigentlich...




Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte (Opern-Gesamtaufnahme) (2 CD)